Doppelter Abschied

Doppelter Abschied

Auf jedes Treffen folgt auch ein Abschied. Und so mussten wir uns jetzt schon wieder von Alf, Lisa, Crissi, Juli und Julian trennen. Das fällt nach zwei Wochen dann doch auch wieder schwer…

Auf Reisen ist es generell immer wieder der Fall, dass man in eine Achterbahn der Gefühle gerät. Man trifft neue Leute, lernt sich kennen, redet, freundet sich an, feiert und reist zusammen. Und dann verabschiedet man sich… Manchmal für immer. Denn nur selten passt die Reiseroute so zusammen, dass man miteinander weiterziehen kann. Und Zuhause im “normalen Leben” läuft eh alles wieder in anderen Bahnen. Diese ständigen Abschiede sind oft traurig, man stumpft aber mit der Zeit auch ab – ein Fluch des Travellers.

Im Falle unserer lieben Freunden ist es aber gottseidank so, dass man sich ja schon bald in Deutschland wieder sieht 🙂

Top-Touristen unterwegs

Tayrona

Unsere letzte gemeinsame Etappe war der Nationalpark Tayrona. Ab Cartagena sind wir Richtung Osten gefahren, um nochmal Sonne am Strand zu tanken. Juliens kolumbianische Kontakte bescherten uns dabei sogar einen privaten Minivan.

Hoooiiiii auf dem Weg nach Tayrona

Es war schon etwas später, als wir in Tayrona ankamen und so erfassten wir am ersten Tag noch nicht das ganze Ausmaß unserer Ferienanlage. Am nächsten Tag jedoch, als wir bei Sonnenschein über das Gelände schlenderten, begutachteten wir die tolle Poolanlage, die Bar, das Restaurant (mit der unglaublich leckersten Muschelsuppe der Welt), den riesigen Garten, usw.

Wir bewohnten zu zweit oder zu dritt geräumige Bungalows mit Außenbad, Terrassen und Gartendusche. So einen Luxus hatten wir uns seit Monaten nicht mehr gegönnt. War mal wieder an der Zeit 🙂

Bungalow, den wir uns mit Crissi teilten. Er nörgelt zwar viel, macht aber immerhin die Spinnen weg
Pool und dahinter die Bar
“Secret Hitler” am Strand
Restaurant

Schon bald entdeckten wir eine Surfschule am Strand und beschlossen einen Surfkurs zu machen. Ine und ich können zwar “in der Theorie” surfen, sind aber trotzdem ziemliche Nieten. Also nix wie los! Dachten wir… mussten das Board aber leider erst zwei Kilometer am Strand entlang schleppen und dann durch einen nach Kloake und Tierabfällen stinkenden Fluss paddeln (eine Schweinelunge trieb an uns vorbei).

Beim Surfen stellten sich alle so dämlich an, dass Juli fast einen Zahn verlor (lustig, weil sie sich einige Tage zuvor auch schon ein blaues Auge eingefangen hatte und in 3 Tagen auf eine kolumbianische Hochzeit geht) und Alf trieb wie ein toter Hecht im Meer.

Ein weiteres Highlight war die Wanderung durch den Nationalpark Tayrona. Wir wären zwar fast alle den Hitzetod gestorben, aber der Strand am Ende des Hikes war paradiesisch und alle Mühe wert. Wir verbrachten ein paar Stunden mit Faulenzen und Baden und machten uns vor dem täglichen Tropenregen auf den Heimweg. Wir sind leider nicht mit Eseln zurückgeritten, wie ich hoffte – das wäre ein Bild für die Götter gewesen. Ein Bild für die Götter ist übrigens mittlerweile auch Crissi, der nun ca. 200 Moskitostiche gesammelt hat.

Lehrer Julian erklärt uns den Weg und Crissi hätte da mal ne Frage
In brütender Hitze den Strand entlang
Halbe Strecke ist geschafft
Tayrona hat wunderschöne Strände zu bieten
Glasklares Meer

Ein Abstecher nach Minca

Als wir uns von unseren Freunden verabschiedet hatten, warfen wir das Luxusleben wieder über Bord und stellten uns an die Straße Richtung Santa Marta, um den nächsten Lokalbus anzuhalten. Mit diesem tuckerten wir dann zurück in die Stadt und von dort aus mit dem Colectivo den Berg hinauf nach Minca. Minca ist ein kleines Dorf, in dem man außer kleinen Wanderungen nicht viel machen kann. Also dösten wir einfach zwei Tage in dem milden Klima in einer Finca in der Hängematte und bereiteten uns auf unsere letzte Etappe vor: Mittelamerika.

Finca Bolivar hatte die coolste Rezeption die wir bisher gesehen haben…
Mit einem dynamobetriebenen Kurbeltelefon um den Besitzer zum Check-in zu rufen
Ine hat es sich auf der Terrasse bequem gemacht.
Grillhütte im Bambushain
Straße in Minca

Ay Captn

Wie schon verraten tauchen wir jetzt noch tiefer in die Karibik ein. Mit einem Katamaran segeln wir von Cartagena nach Panama. Das Ganze dauert 5 Tage, 2 davon auf offener See und 3 auf den San Blas Inseln. Kein WiFi, nur Meer, Sonne und verlassene Inseln. Ich träume schon seit Jahren von San Blas und freue mich, dass wir ein Schiff gefunden haben, das uns mitnimmt 🙂

Somit verabschieden wir uns also auch von Kolumbien, einem Land dessen Menschen, Natur und Vibe uns so sehr faszinierten, dass wir es einfach lieben gelernt haben.

Tschüss Cartagena

Kolumbien – wir sehen uns sicher mal wieder! Aber gleich legen wir ab!

“Auf geht’s, Piraten! Jo-Ho!”

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