Back to school

Back to school

Wir haben eine lange Nacht in Santiago hinter uns, denn schließlich mussten wir den Abschluss unserer ersten Schulwoche gebührend feiern. Nach nur knapp zwei Stunden Schlaf stiegen wir also heute früh in einen Reisebus in Richtung Pucon. Ich habe eine ziemliche Matschbirne (liegt natürlich nicht am Pisco), weswegen heute in diesem Blog keine literarische Höchstleistung erwartet werden darf.

Das Viertel Bellavista

Estudioamos español

Die Sprachschule liegt am Rand des Barrio Bellevista in Santiago und eben dort hatten wir für die erste Schulwoche auch ein schönes Apartment bezogen, mit Ausblick vom Balkon auf den Cerro San Cristobal. Wir waren davor ja schon eine ganze Woche in Santiago im italienischen Viertel und wir fühlen uns in dieser Stadt recht wohl.

Am ersten Schultag lernten wir gleich wieder einen Haufen neuer Leute kennen. Zwei davon unsere netten und kompetenten Lehrer Alvaro und Monica. Schon nach einer Woche macht unser Spanisch Fortschritte und zumindest auf dem Markt, im Restaurant und (ganz wichtig) in der Bar können wir uns schon halbwegs verständigen. Wobei man sagen muss, dass die Chilenen ein ganz furchtbares Spanisch sprechen: verdammt schnelles Genuschel. Man versicherte uns, dass wir die Chilenen nie ganz verstehen werden 🙂

Setzen! Sechs! Frau Vöhringer schlägt zu!
Praktikum auf dem Markt
Abschied am letzten Tag

Ansonsten machten wir nach der Schule ein paar Ausflüge, z.B. hoch auf den Cerro San Cristobal, erledigten Hausaufgaben (ja ja!) und genossen den Fernseher mit Netflix in unserer Wohnung.

Mote zum Sonnenuntergang

“Wer viel arbeitet muss viel essen!”

Natürlich muss man sich in den Schulpausen den örtlichen Spezialitäten annehmen, denn lernen macht hungrig. Oft genehmigten wir uns einfach einen leckeren Empanada (gefüllte Teigtaschen, z.B. mit Fleisch, Ei, Rosinen und Oliven) oder einen completo (Hotdog mit Avocado und Tomaten). Die Chilenen sind total verrückt nach Avocado!

Generell steht man hier auf Brot, Frittiertes und Fleisch. Der absolute Cholesterin Overkill ist Chorillana: ein Berg an Pommes, darauf klein geschnittenes Rindfleisch, viiiele gebratene Zwiebeln und Spiegeleier. Direkt danach hat man das Gefühl, dass der Herzinfarkt nicht weit ist.

Hhhhmmmmm… Chorillada

Chile ist wohl auch das Land der Sandwiches. Ein ehemaliger Präsident hat während seiner Amtszeit sogar eines nach sich benannt. Und das war scheinbar auch das Einzigste, das Herr Luco in seiner Zeit auf die Reihe bekommen hat.

Barros Luco ist Brot mit Fleisch und Käse… Was will man mehr?!

Das absurdeste Getränk welches wir bisher gefunden haben, ist Mote con huesillos: Gekochte Gerste in Pfirsichsaft, Gerstenwasser und ein ganzer eingelegter Pfirsich oben drauf. Kann man Löffeln und schlürfen und schmeckt gar nicht mal schlecht. Nah dran ist aber auch der bei Studenten beliebte “Cocktail” Terremoto: ein halber Liter Weißwein mit Ananas-Eis und Vernet Branca. An diesen Brocken haben wir uns bisher noch nicht ran gewagt 🙂

Mote an Straßenrand

Ja, in Südamerika macht die Erforschung der lokalen Küche wieder mehr Spaß als in Australien und Neuseeland. Wir werden uns “durchbeißen” (kleiner Wortwitz).

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