We are not Hippies, we are Happies

We are not Hippies, we are Happies

Wir sind nun auf den südamerikanischen Festland angekommen. Genauer gesagt in Santiago de Chile.

Blick von oben auf Santiago
Nahe Plaza des Armas

Santiago ist die lebhafte Hauptstadt Chiles’. Sie liegt in einem Tal westlich schneebedeckter Andengipfel und ist eine der am weitest entwickelten Srädte Südamerikas. Nur eine latente Dunstglocke versperrt den Blick auf die mächtigen Anden. Wenn man durch die Altstadt bummelt sieht man eine Mischung aus kleinen ranzigen Häuschen, gleichzeitig aber auch mächtigen Hochhäusern und kolonialen Bauten. Viele dieser historische Gebäude gibt es jedoch nicht mehr, da diese des Öfteren schon von Erdbeben plattgemacht wurden. Santiago ist nun ein quirliger Mix aus Alt und Neu, durchzogen von den Cerros, kleinen kargen Hügeln. Und man merkt schon: was die Südamerikaner können, das ist fiesta, asado y disfrutar la vida. Mucho Gusto!

Bilder aus dem Hostelleben

Bienvenidos a Santiago

Die Reise ca. 3000km über den Pazifik zum Festland ging recht flott. Irgendwie zu flott, denn auf einmal standen wir vor dem Flughafen in Santiago und hatten keine Immigrationspapiere. Hierzu muss man wissen: es gibt da wohl so einen kleinen “Zettel”, den man bei der Ankunft in Chile bekommt und den man an den Grenzen bei Ausreise wieder abgeben muss. Irgendwie sind wir wohl mit unserer Einreise über Tahiti und die Osterinseln durch ein Raster gerutscht weil der Flug nach Santiago strenggenommen ein Inlandsflug war… So richtig erklären können wir es uns nicht, aber auf jeden Fall haben alle Traveller ihren “Zettel” bei der Immigration erhalten, außer Vöhringers. Beamte direkt am Flughafen verstanden uns entweder nicht, oder versicherten uns, dass solch ein “Zettel” nicht existiert (Er existiert!!).

Der erste Weg unseres ersten Tags in Santiago, in dieser riesigen Stadt, deren Sprache wir noch nicht richtig sprechen und in der man auch nicht einfach so in jedes Stadtviertel laufen sollte, war also zur PDI, der internationalen Polizei Chiles (irgendwie eine Art Einwanderungsbehörde). Hunderte von Leuten, wir vermuten vorallem Immigranten aus Venezuela, standen im Pulk vor dem PDI Gebäude, als wir dort ankamen. Wir stellten uns mal in eine der Schlangen und erwarteten eine Wartezeit von nicht unter 5 Stunden… Verblüffenderweise ging das Ganze recht schnell und ein netter Beamter ließ uns am Pulk vorbei ins Gebäude. Dort hatten wir den “Zettel” dann schnell in der Hand. Und die Freude darüber hielt genau so lange an, bis wir feststellten, dass das doch wieder ein anderen “Zettel” ist, wie der den alle anderen haben. OOHH GOTT!! WIESO IST BÜROKRATIE ÜBERALL SO KOMPLIZIERT?!

Aber wir beschlossen, dass wir die Jagd nach dem Zettel vorerst sein lassen und uns erst wieder Sorgen machen, wenn wir nicht mehr aus dem Land ausreisen dürfen.

Die Sache mit den Handy

Damit es mir in Santiago nicht geklaut wird, habe ich auf den Osterinseln zuerst mal mein Handy zerstört. Für ein letztes Foto glitt es mir aus der Hand und zerschellte am Boden. Schade sowas.

Letztes Bild des geliebten Samsung Handys

Nach dem Besuch bei der Polizei ging es dann also zum Samsung Shop… Um es kurz zu machen: nicht viel Hoffnung, also mussten wir ein Neues kaufen, den ohne Uber, Google maps und Co geht hier nix mehr. Der Kauf war sehr verwirrend, da sich der Preis während des Gesprächs im Laden drei Mal änderte. Aber am Ende wurde es uns dann viel zu billig verkauft…. Passt 🙂

Die Hügel von Valparaiso

Ein Gewusel aus Gassen und Häusern

Nach drei Tagen Santiago trauten wir uns und zogen mit Thomas, einem Freund aus dem Hostel, los nach Valparaiso. Da so ungefähr jeder Zweite dort ausgeraubt wird, nahmen wir nur das Nötigste mit. Bei Tag fühlten wir uns sehr sicher, waren jedoch froh, die Stadt bei Anbruch der Dunkelheit wieder zu verlassen.

Schon die Anreise war aber sehr spektakulär, da der Busbahnhof in Santiago morgens geschlossen war, aber ein netter Obdachloser(?) für uns und andere Fahrgäste Busse heranwinkte und uns dann auch irgendwie in einen reinbuggsierte… Eigentlich braucht man dafür vorher ein Ticket, aber was nicht passt, wird hier eben einfach (gegen Trinkgeld) passend gemacht.

Es hat sich gelohnt und Valparaiso ist nicht zu Unrecht UNESCO Kulturerbe. Früher war Valparaiso die wichtigste Hafenstadt Chiles, was sich änderte als der Panamakanal geöffnet wurde. Heute ist die Stadt ein einziges Chaos aus verwinkelten Gassen und bunten, teils verfallenen Häusern, die sich durch und über die vielen steilen Hügel schlängeln. Durch die Straßenkunst, vorallem Graffitis, wirkt die Stadt wie ein einziges buntes, verrücktes Kunstwerk.

Jetzt beginnt für uns erst mal wieder der Ernst des Lebens, denn wir besuchen nun eine Spanisch Schule, um uns hier besser verständigen zu können.

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