Not all those who wander are lost

Not all those who wander are lost

Gerade haben wir uns schweren Herzens von Tikki getrennt. Und schon wieder stehen wir am Flughafen und bemerken wie schnell die Zeit verfliegt. Es kommt uns vor wie gestern, als wir Neuseeland betreten haben. Mit seiner imposanten Natur, den vielen lustigen Vögeln (Ohja, die Vögel hier sind bescheuert) und dem guten Essen (kleiner Scherz, wegen dem Essen kommt hier keiner her) ist dieses Land tatsächlich ein Paradies auf Erden. Besonders die Südinsel ist wohl einer der schönsten Flecken dieser Welt.

Was für ein clownesker Vogel: Er bewegt sich so, als ob das ganze Land aus Eis besteht
Was für ein dummes Huhn: Der Weka scheut den Menschen nicht und läuft gerne mal unbedacht über die Straße

Neue Abenteuer warten auf uns und sicher auch auf Tikki, dem wir noch viele weitere Kilometer auf der Straße wünschen.

Und wie so oft hier ein kleiner Rückblick über die letzten Tage…

Black Water

Die Neuseeländer haben so ziemlich jeden Abenteuersport für sich entdeckt und sogar die absurdesten Tätigkeiten werden als “Adventure of your lifetime” und “must do” verkauft. Wenn man hier alles ausprobieren will, muss man gleichzeitig Millionär und wahnsinnig sein. Doch man ist ja nicht in Neuseeland gewesen, wenn man nicht mindestens eine “Extremsportart” ausprobiert hat. Wir haben uns für Caving mit Abseiling und Black Water Rafting entschieden (ja das heißt tatsächlich “Abseiling”). Auf gut Deutsch: in eine Höhle abseilen, dort mit einer Stirnlampe durch enge Korridore klettern, im Dunkeln im Schlamm herumtoben und mit Gummireifen in unterirdischen Flüssen paddeln. Macht tatsächlich Spaß, vorallem wenn Millionen von Glühwürmchen die Höhle erleuchten und man selbst in 30 Meter Tiefe glaubt den Sternenhimmel zu sehen (siehe Titelbild).

Ab in die Tiefe
Der Blick nach oben nach dem Abseilen
black water rafting

Ein Zauberer kommt niemals zu spät

… sagte Gandalf, als Frodo ihm in “Herr der Ringe” vorwirft, etwas zu spät zu sein. Der Weg den Gandalf dabei mit seinem Pferdewagen entlangfährt ist genau jener der auch uns nach Hobbiton führte. Mit einer Tour konnten wir das Filmset aus den Hobbit-Filmen genau unter die Lupe nehmen und sogar im “Green Dragon Inn” ein Ale zischen. Obwohl touristisch sehr überlaufen, war dieser Ausflug vor allem für mich ein Traum 🙂 Hobbiton sieht wirklich wunderschön aus. Damals nach den Dreharbeiten von Herr der Ringe wurde Hobbiton eigentlich komplett wieder abgebaut. Für die Hobbit-Filme wurde das Dorf dann aber neu errichtet und diesmal sollte es permanent sein. Die Detailverliebtheit mit der die Heimat der Hobbits aufgebaut wurde ist wirklich unglaublich. Eingebettet in geradezu unwirklich grüne Hügel wirkt das Dorf, als ob es schon immer dort war und dort auch hingehört. Gartenzäune und Wände der Hobbithöhlen wurden mit Joghurt bepinselt, um Bakterien zu fördern, die die Steine und Hölzer älter aussehen lassen, als sie eigentlich sind. Eine riesige Eiche wurde von einer naheliegenden Farm versetzt, die Blätter einzeln abgezupft (da sich während der Dreharbeiten die Farbe geändert hatte) und mit künstlichen Blättern aus Taiwan ersetzt (jeweils einzeln am Baum verdrahtet). Die Pflaumenbäume im Film sind in Wirklichkeit Äpfelbäume von denen die Äpfel entfernt und Pflaumen angebracht wurden, um so die Darsteller kleiner wirken zu lassen. So geht es weiter… die Tour war wirklich sehr interessant

Welcome to Hobbiton
Der Zauberer zu Gast beim Hobbit
Wer erkennt welcher Baum unecht ist?
Und am Ende ein Ale im Green Dragon Inn. Wir stoßen an auf unsere nächsten Abenteuer in Französisch Polynesien und Südamerika…cheers
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