Hello sunshine

Hello sunshine

Australien ist wohl eines der Länder über das wir uns am wenigsten informiert haben. So sind wir auch recht unvorbereitet am Flughafen Brisbane angekommen. Aber wir genossen es, zum ersten Mal seit Wochen wieder die Sprache des Landes zu beherrschen und so beschlossen wir, erst mal in Ruhe eine Sim Karte zu besorgen und einen Bus ins Zentrum zu organisieren. Schon im ersten Shop fiel auf, dass da irgendwie nichts so richtig vorangeht und die Verkäufer ewig mit einem Kunden beschäftigt sind. Als wir an der Reihe waren, wussten wir dann sofort, wieso das so ist! “Hello sunshine! How’s your day?”, wurden wir begrüßt. Danke gut! Und selbst? “Oh it’s lovely wheater outside, what are your plans for today?”… und so ging das weiter. Wir haben uns hervorragend mit der Vodafone-Tante unterhalten, eine Sim Karte erstanden und gingen mit einem Lächeln zum Bus-Schalter. “Heeey guys, how are you?”, ging es gleich weiter “Where are your from? Germany? Looovely!”

So ist das hier wohl. Alles ist etwas beschwingter, leichter, lockerer. Man nimmt sich Zeit für Smalltalk und man ist einfach nett zueinander. Wir haben uns in Supermärkten, Hostels und Läden noch nie so herzlich willkommen gefühlt wie in Australien. Sogar während des Zähneputzens im Gemeinschaftsbad wird man überschwänglich in Smalltalk verwickelt. Sicherlich waren die Vietnamesen und Japaner auch sehr nett, aber die Sprachbarriere erschwerte einfach jede vernünftige Konversation. Kurzum: der erste Eindruck von Australien ist sehr sehr positiv. Man muss sich hier einfach wohlfühlen.

Brisbane zum Sonnenuntergang
Schöne Souvenirs

Ein wenig der Schlag traf uns dann allerdings bei den Preisen. Die Sim-Karte mit 30GB Daten und etlichen Freiminuten Gesprächszeit für lächerliche 15 Euro war noch ein Schnäppchen. Für ein Bier im Pub legt man hier aber locker 6 bis 7 Euro auf den Tisch. Der Burger schlägt mit 15 Euro zu Buche. Klar war gleich: wie in Asien drei mal am Tag Essen gehen läuft hier nicht. Aber glücklicherweise sind sich hier alle darüber bewusst, dass der gemeine Backpacker nicht ständig ausgehen kann und so haben fast alle Hostels riesige Gemeinschaftsküchen. Die ersten Tage gab es noch einfach Nudeln mit Pesto und Ähnliches. Mittlerweile tragen wir aber auch Grundzutaten wie Pfeffer und Salz mit uns herum, machen uns morgens Bohnen, Eier und Speck und Abends auch mal leckere Dinge wie Salat mit Putenstreifen und Avocado. Wer braucht da noch den Burger aus dem Pub?

Würstla und Zwiebla
Bohnen mit Eiern

Nachdem wir uns ein paar Tage in Brisbane aklimatisiert hatten, ging es direkt mit dem Greyhound (Langstrecken-Bus in Australien) nach Byron Bay. Die ehemalige Hippie-Kommune hat uns sofort verzaubert. Zwar wurden nach und nach alle Hippies durch Hippster ersetzt, aber der Charme und der Grundgedanke “Love and Peave” ist hier immer noch spürbar. Ein wunderbares Fleckchen Erde!

Am Strand von Byron Bay
Cape Byron
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