Just Pho you

Just Pho you

Pho ist eine traditionelle Suppe der vietnamesischen Küche. Sie wird in einer Schüssel gereicht und enthält neben einer kräftigen klaren Brühe (meist aus Rinderknochen) Reisnudeln und traditionellerweise dünne Scheiben Rindfleisch (phở bò; phở tái, wenn das Fleisch erst in der Schüssel garzieht) oder Hühnerfleisch (phở gà). Weitere Zutaten sind Zwiebel- oder Lauchringe, Koriandergrün, Minze, Chilis in Scheiben, weißer Pfeffer, Limettenspalten und Fischsauce, in Südvietnam auch vietnamesisches Basilikum und Mungbohnenkeime. Diese Zutaten werden meist gesondert auf Tellern gereicht, um sich seine Suppe nach Belieben anzureichern und zu würzen.

Die Suppe wird in Vietnam im Straßenverkauf angeboten. Traditionell ist Phở ein Frühstück. Deswegen öffnen viele darauf spezialisierte Restaurants schon früh morgens und schließen im Laufe des Vormittags. Vor allem in größeren Städten gilt diese Einschränkung nicht. [Wikipedia]

Pho mit Salat zum verfeinern

Neben der traditionellen Pho gibt es in Vietnam unglaublich viele verschiedene Gerichte. Je nach Region ändern sich die Zutaten für bereits bekannte Speisen und es gibt auch gänzlich andere (Spätzle gibt es ja vorwiegend auch nur bei den Schwaben und Fischsemmel eher in Hamburg).

Ihr merkt, dieser Blogeintrag ist kulinarisch sehr wertvoll!

Es gibt unendlich viele Möglichkeiten in Vietnam Essen zu gehen. Die Preise erstrecken sich von “fast geschenkt” bis “unverschämt”. Am besten, günstigsten und am sichersten(!) isst es sich unserer Meinung nach bei den Damen und Herren an den Garküchen direkt an/auf der Straße, auch wenn der rostige Wok und das in der Sonne liegende rohe Fleisch dies zunächst nicht vermuten lassen. Doch wieso schmeckt es hier so gut und man wird trotzdem nicht krank?

  • Die Zutaten sind frisch, da die Garküchen auch von Einheimischen stärker frequentiert sind.
  • Mutti kocht hier auch für die Nachbarn und Freunde und nicht für irgendwelche nervigen Touris, weshalb sie sich Mühe gibt mit der Qualität.
  • Der Wok oder der Suppentopf werden so stark erhitzt, dass alle Keime abgetötet werden.
  • Man zahlt ca. ein Drittel für sein Essen verglichen zu den Touri-Buden und hat nicht das Gefühl über den Tisch gezogen zu werden.

Sehr feine Beobachtung: die Schüssel mit Pho wurde kochend heiß bereit gestellt. Das blutige Rindfleisch wurde auf einem alten Barhocker mit einer rostigen Machete gehackt, roh in die Suppe gegeben und serviert… war lecker und Montezumas Rache blieb aus.

Ein Erlebnis ist es, wenn man mal in einer Garküche auf Toilette muss. Meist befindet sich das “Restaurant” vor dem Unterschlupf der Familie. Man läuft also einmal vorbei am Kind vor der Glotze, rechts um die schlafende Oma herum und dann direkt zum Geschirrberg, der vor dem Klo am Waschbecken auf dem Boden liegt und auf seine Reinigung wartet.

Pho am Straßenrand
BBQ auf der Straße

Es gibt da eine Kleinigkeit, die wir als Westler irgendwie nicht verstehen können. Wenn es in einer Straße einen Nudelsuppenstand gibt, dann ist er niemals alleine. Es gibt dann mindestens 5 weitere, die genau das Gleiche verkaufen. Keine anderen Gerichte, GENAU die gleiche Suppe. In der nächsten Straße gibt es dann 7 Stände in einer Reihe die ALLE gegrilltes Huhn verkaufen. Das gilt nicht nur für Essen sondern auch für alles andere: Du brauchst neues Geschirr? Geh in die Geschirr-Straße! Oder Halloween Deko? Geh in die Halloween Deko Straße!

Total geschickt ist es, wenn sich die Maismehl- und Sojasoßen-Straße direkt dort befindet, wo alle Touristen nach einer Bootstour abgesetzt werden und hungrig auf der Suche nach Pho auf und ab laufen. Vergeblich, denn es gibt nur Maismehl! Und die Verkäufer wundern sich dort wirklich, wieso keiner was kauft. JEDES dieser Geschäfte war komplett leer. Siehe Bild unten: Das ging nach rechts rüber noch 4 Geschäfte so weiter!

Maismehl?! Will irgendjemand MAISMEHL?!?!

Dies war ein sehr leckerer Bericht, den ich mit einer kleinen Aufzählung weiterer Gerichte beende:

  • Cao lau: Spätzle-artige Nudeln mit Gewürzen und Fleisch in ein wenig Brühe
  • Cha Gio: gebratene Frühlingsrollen
  • White Rose: Shrimps in Reisteig
  • Bahn mi: Baguettes mit allerlei Fleisch und Kräutern belegt.
  • Bo la lot: Hackfleisch von so ungefähr jedem Tier, dass sich zum Zeitpunkt der Zubereitung im Garten befand, umwickelt mit Betelpfeffer-Blättern (genial!!)
  • Hot Pot: eine Art Fondue. Man kocht sein eigenes Süppchen aus Gemüse und Fleisch.
White Roses und Cao lau (und natürlich ein Bier dazu)

 

Hot Pot

 

Man kocht halt mit dem, was man hat
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