In den Tiefen der Berge

In den Tiefen der Berge

Es fehlte in den letzten Tagen tatsächlich die Zeit, um mal in Ruhe hinzusitzen und z.B. ein Buch zu lesen oder einfach mal die Füße hochzulegen. Unglaublich viele neue Eindrücke prasselten auf uns ein und wir haben so viele verschiedene Dinge erlebt, dass ich auch gar nicht immer über alles schreiben kann 🙂 Uns kommt es tatsächlich so vor, als ob wir schon seit Ewigkeiten in Vietnam unterwegs sind.

In Ninh Binh haben wir uns sehr wohl gefühlt, da wir bei einer wunderbaren Gastfamilie untergekommen sind. “Homestays” sind in Vietnam sehr üblich: eine Familie baut ein viel zu großes Haus und lässt dann Touristen bei sich übernachten. Mutti kocht dann für alle und wäscht die Wäsche 🙂

Bei Mutti haben wir dann auch einen Motorroller geliehen und einige Aussichtspunkte in der Umgebung besucht, um die atemberaubende Felslandschaft zu betrachten (siehe Titelbild). Getreu dem Motto “Der Weg ist das Ziel”, sind wir dabei quer durch die Pampa gefahren, um letzendlich von einer Herde Kühe und einer Überschwemmung der Straße blockiert und dann von Gänsen und Hunden zum Teufel gejagt zu werden. Apropos Kühe: die führen sich hier ziemlich auf! Wir wissen gar nicht wem die ganzen Viecher gehören, die hier herum laufen. Aber auf jeden Fall haben wir einige nachts dabei erwischt, wie sie einen Vorgarten geschändet haben. Neben Kühen laufen auch Wasserbüffel frei herum, die dann schon eher respekteinflösend wirken.

Aggro-Gänse vor überfluteter Straße. Die bissigen Köter von rechts sind leider nicht im Bild.
Kühe bei der Schändung von Eigentum

Nachdem wir unser schönes Homestay in Ninh Binh verlassen hatten, machten wir uns mit dem Nachtzug auf nach Phong Nha Ke Bang. Dort befinden sich einige der tiefsten, größten und längsten Höhlen der Welt. Wir können dazu nur sagen: Wow! So etwas sieht man nicht alle Tage! Die Höhlen sind teilweise bis zu 250 Meter hoch, 150 Meter breit und erstrecken sich über mehrere Kilometer bis hin nach Laos. Die größte Höhle besitzt ihren eigenen unterirdischen Dschungel mit eigenem Ökosystem! Die absolute Gewalt dieser Höhlen lässt sich per Foto leider nicht einfangen.

Phong Nha Cave

Eine der lustigsten Attraktionen, die sich die Einheimischen in Phong Nha ausgedacht haben: sich in Badehose und barfuß tief in eine dunkle Höhle mit spitzen Felsen begeben, nur mit einer Helmlampe bewaffnet, um am Ende bei völliger Dunkelheit in eine tiefe Moorgrube zu springen. Ein schlammiger Spaß für die ganze Familie 🙂 Danach wuschen wir uns im Fluss sauber, an dem mehr oder minder sichere Wasserspiele aufgebaut waren.

Kurz vor Aua

Nach ereignisreichen Tagen zogen wir weiter Richtung Süden. Davon dann mehr beim nächsten Mal.

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