Felsen und Pagoden

Felsen und Pagoden

Ein paar Stunden von Hanoi entfernt liegt die Bucht von Ha Long. Bekannt für smaragdgrünes Wasser und tausende hoch aufragende von Regenwald bedeckte Kalksteininseln. Zwischen diesen Inseln treiben von einheimischen Fischern und ihren Familien bewohnte schwimmende Siedlungen.

Fischers Fritzes Haus

Wir beschlossen nicht direkt nach Ha Long Stadt zu fahren sondern auf die Insel Cat Ba, die größte und auch die einzig wirklich besiedelte Insel der Bucht. Dort haben die Vietnamesen aber scheinbar schon lange die Kohle geschnuppert die der Tourismus bringt und einen kleinen Ballermann errichtet. War jetzt zur Nebensaison aber doch noch ganz angenehm. Ausgenommen das ständige Dröhnen von Karaoke-Soundmaschinen, die sowohl einige Bauarbeiter ein Stückchen weiter in ihren provisorischen Unterkünften als auch der Kollege in seinem kleinen Restaurant um die Ecke betrieben. In unserem kleinen Bungalow posaunte abends also ständig lustige Katzenmusik.

Karaoke Bar wie man sie sich so vorstellt

Wir kletterten auf ein paar Aussichtspunkte, um die vielen Inseln und Felsen zu überblicken und besichtigten ein paar Höhlen. Darunter auch eine Höhle die im Vietnamkrieg als Krankenhaus diente. Dort wurde uns kurz ein wenig mulmig zumute, da der Anblick des Inneren der “Hospital Cave” schon recht krass war. Im muffigen, spärlich beleuchteten Operationssaal stand noch ein kleiner hölzerner OP-Tisch und der Boden war sichtbar noch gezeichnet von eingetrocknetem Blut. Was hier abging mag man sich kaum vorstellen… das Land trägt generell noch sichtbare Narben vom Krieg. Die Menschen gehen aber wirklich sehr gut damit um. Was wir bislang gesehen haben ist zwar für Touristen geöffnet, wird aber nicht bis hin zum Kitsch vermarktet. Wir sind gespannt auf die Tunnel von Cu Chi die uns im Süden erwarten.

Bettensaal im Hospital Cave

Etwas erfreulicher war dann unsere Bootstour durch die Ha Long Bucht. Mit einer Gruppe waren wir einen Tag lang unterwegs und umschipperten tausende kleine Inseln und Felsen. Bereits an der ersten Anlegestelle ließen wir uns dann von einem frechen Affen unseren Wasservorrat stehlen. Da erging es uns aber noch besser als anderen Reisenden die gleich mal vom Affen gebissen wurden oder in kopfgroße Feuerquallen geschwommen sind. Ansonsten gönnten wir uns auch mal ein wenig Entspannung am Strand 🙂

Affengauner vor dem Wasserdiebstahl

 

Sailing Ha Long

 

Ausblick über Monkey Island

Nach ein paar schönen und interessanten Tagen auf Cat Ba ging es dann weiter Richtung Süden nach Ninh Binh. Das Wetter wird jetzt zunehmend schwüler und regnerischer, weshalb wir mal gespannt sind wie oft wir hier einen Regenguss abbekommen. Wenn die Wolken dann aber mal aufreißen wird man von einer Landschaft belohnt, die einem die Kinnlade nach unten zieht.

Erster Regenguss per Roller

 

Pagoden über Ninh Binh
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