Ein Monat noch, dann geht’s los!

Ein Monat noch, dann geht’s los!

“Man muss reisen, um zu lernen.“ – Mark Twain

 

Auf den Tag genau in einem Monat beginnen wir unsere Reise um die Welt. Und ja, so richtig begreifen können Ine und ich es immer noch nicht. Vielleicht dann in dem Moment, in dem wir im Flieger nach Tokio sitzen… vielleicht aber auch erst dann, wenn man nach den üblichen 2-3 Wochen Urlaub nicht mehr nach Hause geht sondern einfach weiter zieht.

Eine Weltreise zu machen, das stand schon seit dem Studium auf meiner Bucket List. Seit dem Zeitpunkt an dem ich das erste mal den Duft der weiten Welt während eines Auslandssemester in Bangkok geschnuppert habe und seitdem wir danach das Reisen lieben gelernt und bemerkt haben wie sehr es unseren Horizont erweitert.

Nun kommt der Zeitpunkt an dem wir es durchziehen und mindestens 9 Monate lang ausreis(s)en.

Wenn wir den Leuten von unserer Reise erzählen, fragt uns so gut wie jeder: “Wie könnt ihr es möglich machen, so lange von der Arbeit weg zu bleiben?”. Die Antwort ist recht leicht: “Weil wir es wollen!” (Aber natürlich auch, weil ich sehr coole Chefs habe, die mir keine Steine in den Weg gelegt haben… Grüße an dieser Stelle). Die Frage, die man sich allerdings stellen sollte, ist “Wieso sollte das nicht möglich sein?” Es ist immerhin dein Leben, das nicht durch gesellschaftliche Zwänge dirigiert werden sollte. Man sollte doch selbst bestimmen, wie viel und wann man arbeiten will. Jeder sollte sich viel öfters fragen, ob ihm das, was er gerade macht gut tut, Spaß bereitet und erfüllt… und falls nicht, etwas daran ändern! Mal kurz ne Auszeit nehmen! Das Leben ist einfach zu kurz um etwas NICHT zu machen.

An zweiter Stelle steht oft die Frage, wie wir das denn finanziell so machen. Die Antwort hierauf ist: “Na, das werden wir dann sehen!” Natürlich haben wir Geld gespart und auch beide eine Art Sabbatjahr-Modell, aber Fakt ist auch: Das Geld das man in dieser Zeit eigentlich verdient hätte gibt es nicht, dafür gibt man auf Reisen aber wesentlich mehr aus. Finanziell gesehen also ein Desaster für den einheimischen Schwaben 🙂 Prinzipiell muss jeder selbst wissen, wie er mit seinen Moneten umgeht. Für mich ist Geld Mittel zum Zweck, um die Sachen zu machen, die man gerne tut. Und ganz ehrlich: Auch mit wenig Geld kann man glücklich sein und nebenbei auch ganz prima reisen! Wer braucht denn Luxushotels auf einer Reise, wenn man den Charme eines verratzten Backpacker-Hostels haben kann?

Wofür ist dieser Blog hier?

Der Blog dient zu 100% privatem Zweck! In erster Linie für Omas und Eltern, die sich zuhause fragen, wo zum Geier sich der Sohn/Enkel oder die Schwiegertochter herumtreiben. In zweiter Linie für mich selbst, da ich es quasi verlernt habe, “offline” auf Papier zu schreiben (Rettet den Regenwald!), ich mir aber die Erinnerungen bewahren will, da mein Kopf ein verdammter Schweizer Käse ist. In dritter Linie für alle die Inspiration suchen oder den Arschtritt brauchen, auch einfach mal aus dem Hamsterrad auszubrechen und auszureis(s)en.

An’s Schreiben und Bloggen muss ich mich erst mal wieder gewöhnen. Aber auch das ist der Sinn meiner, unserer, Auszeit: Sich wieder auf andere Dinge zu konzentrieren als auf die Arbeit, die Steuererklärung und den Wocheneinkauf (überspitzt aber irgendwie wahr), den Kopf frei zu bekommen sowie neue Energie und Ideen zu tanken. Ideen entwickeln sich bekanntlich auch beim Schreiben.

Und wo geht’s eigentlich hin?

Ich habe ein kleines Bildchen erstellt, das unsere Reiseroute zeigt. Das findet ihr oben im Blogbeitrag und unter http://www.qriosity.de/route/

Außer die Unterkünfte in Japan und unseren Camper in Neuseeland haben wir eigentlich nichts vorgebucht. Vor allem die Route durch Südamerika wird sehr spontan gestaltet werden, weshalb wir auch noch keinen Rückflug gebucht haben.

 

Wir sind auf jeden Fall voller Vorfreude. Und ja, so langsam haben wir auch ein bisschen Bammel. Vor allem merkt man das, wenn man sich jetzt nach und nach von den Freunden und der Familie für fast ein Jahr verabschiedet. Aber wir leben ja in einem Zeitalter der Medien und so ist man dann doch eigentlich nie weit weg von den Menschen die man mag.

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